Albufeira

Als Mittelpunkt der touristischen Algarve hat Albufeira (10000 Einwohner ) viel Handel und Wohlstand an sich gezogen. Durch die Hauptstraßen quält sich der Verkehr, so daß man besser zu Fuß in die kleinen Straßen ausweicht, die noch den kleinstädtischen Charakter früherer Zeiten bewahrt haben. Zeugen der alten Geschichte des Ortes, der auf die Römer und Mauren - der Name kommt vom arabischen Al-buaira, die Lagune - zurückgeht und in der portugiesischen Frühzeit einige Bedeutung hatte, gibt es nur vereinzelt.

Das Erdbeben von 1755 und die Bürgerkriege haben die meisten Sehenswürdigkeiten zerstört. Wichtigste noch erhaltene ist die Capela da Misericordia aus dem 16. Jahrhundert in der heutigen Altstadt. Nennenswert ist auch die etwas westlicher gelegene Sebastianskirche mit einem Tor aus der Renaissance und einem weiteren aus manuelinischer Zeit. Der schöne Sandstrand vor der Stadt ist von Klippen abgeschlossen und durch einen etwa 50 Meter langen Tunnel zu erreichen. Hier landen abends noch immer die Fischer an, deren Produkte auf dem Fischmarkt auf der östlichen Verlängerung angeboten werden. Die Umgebung der Stadt, vor allem die weiter östlich liegenden Strände ( Vilamoura, Quarteira, Vale do Lobo ) gehören zu den touristisch entwickeltsten Gebieten des Landes: Es reihen sich große Hotelanlagen und Feriensiedlungen aneinander, unterbrochen von kleinen Gasthäusern, Golfanlagen und einem monumentalen Jachthafen bei Quarteira.

Typisches kleines Lokal in Albufeira. Treffen Menschen in Portugal zusammen, ist ein gemeinsames Essen selbstverständlich. Das traditionelle Angebot der Restaurants wurde durch den zunehmenden Einfluß der Touristen in den letzten Jahren um manche ausländische Variante erweitert.


Albufeira, das Saint Tropez der Algarve, verdankt seinen Beinamen der Tatsache, daß es lange Zeit bevorzugter Aufenthaltsort von Künstlern war. Nachtleben wird hier großgeschrieben. Das beweist die stattliche Anzahl an Diskotheken und Bars für jeden Geschmack.