Estoi

Am Rande des Ortes mit seiner hübschen Kirche trifft man auf ein kleines Schlößchen vom Ende des 13. Jahrhunderts mit einem romantisch verwilderten Lustgarten. Der Reiz des Ensembles liegt in dem dreistufigen Aufbau:
Die Allee, deren planmäßige Anlage noch gut zu erkennen ist; die aufsteigende Rotunde mit bemoostem Brunnen und Büsten - übrigens auch deutscher Fürsten -, und schließlich das Schlößchen selbst, das nicht betreten werden kann. Auch hier sind es selbsternannte Führer, meist der Gärtner oder Wächter der Anlage, die die Besucher herumführen und ihre Erklärungen mit lustigen bis haarsträubenden Anekdoten würzen.

Verwunschener Charme der verfallenden Gartenanlagen des Grafen von Estoi. Römische Mosaike aus dem naheliegenden Milreu, Azulejo-Bänke, Pavillons, Rokoko-Brunnen, italienische Figurengruppen, Büsten und Balustraden - alles atmet - in unterschiedlichen Stadien des Zerfalls - einen Hauch von Vergänglichkeit.