Lagos

Das alte, seit der römischen Zeit mit einer Mauer umgebene Lacobriga erlebte seine Blütezeit, als Heinrich der Seefahrer hier seine Schiffe bauen ließ und Matrosen für die Expedition anwarb. Aus dieser Zeit stammen die charakteristischen Sehenswürdigkeiten, die alle am Hafen liegen: die Festung, der Sklavenmarkt und der Gouverneurs- palast mit dem Fenster des Königs Sebastian, der Lagos für kurze Zeit zur Hauptstadt der Algarve machte. Die Namensgleichheit mit dem König war wohl der Grund, weswegen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts die auf einer Anhöhe gelegene Sebastianskapelle zu einer nach dem Erdbeben von 1755 wiederhergestellten Kirche ausgebaut wurde. Die engen Straßen, die zu ihr führen, lohnen einen Spaziergang. Man sollte aber auch die Kirche Santo Antonio nicht versäumen: Von außen wirkt sie bescheiden, die Innenausstattung ist hingegen ein hervorragendes Beispiel für die goldglänzende Prunksucht, zu der der aus Brasilien hereinströmende Reichtum im 18. Jahrhundert geführt hatte.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Ponta da Piedade, einem Stück Felsenküste, an dem das landeinwärts dringende Meer rötlich-gelbe bizarre Formationen enstehen ließ.

Der Leuchtturm an der Spitze der steil ins Meer abfallenden Felszunge Ponta da Piedade bei Lagos. Von hier hat man einen weiten Blick über die unvergleichliche Felsen- und Wasserlandschaft dieser Küste.